Halbzeit 2017: Trotz trübem Wetter feiern die Fürther ihre Kirchweih

v.l.n.r.: Bürgermeister Markus Braun, Schaustellerverbands-Chef Helmut Dölle, Hans-Christian Wagner vom Werbeteam Michaelis-Kirchweih

In diesem Jahr lud man zur Halbzeit-Pressekonferenz zu „Hax’n Liebermann“ inmitten der Fürther Kirchweih ein. Helmut Dölle, Vorsitzender des Schaustellerverbandes, begrüßte die anwesenden Gäste und bedauerte gleich zu Beginn das eher trübe Wetter in der ersten Kirchweih-Hälfte. Nichtsdestotrotz feierten die Fürther ihre Kärwa. Man könne sich immer darauf verlassen, dass die Besucher kämen und sich auch durch Regenschauer nicht vom Kärwabummel abhalten ließen.

Bürgermeister Markus Braun freute sich über den generellen Erfolg der Michaelis-Kirchweih, der so groß sei, dass man sogar zur Halbzeit eine Pressekonferenz benötige. Er zeigt sich begeistert über den Kirchweih-Drang seiner Bürger. Außerhalb wäre bei Regen und schlechtem Wetter „tote Hose“, aber die Fürther ließen sich von dergleichen nicht abschrecken.

Sichere Kirchweih

Auch in diesem Jahr sei laut Bürgermeister Braun der Charakter der Kirchweih als Fest in der Stadt für alle erhalten worden, trotz der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. Man arbeite eng mit Polizei und Sicherheitsdienst zusammen, um das zu gewährleisten. Die Fürther Kirchweih sei die sicherste Kirchweih in der sichersten Stadt und man mache nichts verkehrt, wenn man diese Tage gemeinsam mit der Familie genieße.

Knappes Festbier

Der einzige Grund zur Sorge bestehe laut Bürgermeister Braun darin, dass die Nachfrage nach dem Grüner Festmärzen möglicherweise das Angebot übersteige: Der eigens für die Kärwa 2017 eingebraute Gerstensaft werde wahrscheinlich nicht bis zum Ende der Kirchweih reichen. Wer das würzige Festbier zu schätzen weiß, solle sich schnell noch etwas sichern. Hans-Christian Wagner vom Kirchweih-Werbeteam nahm die Tatsache, dass am Ende des Bieres noch so viel Kirchweih übrig sei, mit Humor.

Auch "hinter den Kulissen" ruhig

Der für die Kirchweihorganisation zuständige Marktamtsleiter Andre Hollitzer bestätigte, dass die Kirchweih auch "hinter den Kulissen" ruhig verlaufen sei. Bis auf einen Wasserrohrbruch am Rande des Kirchweihgeländes habe es keine nennenswerten Herausforderungen gegeben. Auch was die Straftaten betrifft, bestünde bisher kein Grund zur Sorge.

Modellbauer Thomas Peter und Thorsten Rodriquez...
... und ein erster Blick auf ihre Mini-Kirchweih.

Hans-Christian Wagner vom Werbeteam gab weiterhin einen Ausblick auf das, was die Besucher in der zweiten Hälfte noch erwarten können.

Neben dem „Feierabend-Gwerch“ der Schausteller und Marktkaufleute am Donnerstag Abend mit Musikern und Gauklern auf dem gesamten Kirchweihgelände sei heuer vor allem die „Miniatur-Kirchweih“ im Untergeschoss von Wöhrl ein Highlight.

Zehn Modellbauer haben in monatelanger Arbeit mit viel Aufwand und Liebe zum Detail kreiert. Hier blinken, funkeln und drehen sich die Modelle von Fahrgeschäften, als voll funktionstüchtiges Gesamtwerk arrangiert, in unterschiedlichen Maßstäben. Die Eröffnung der Ausstellung ist am Freitag, 6. Oktober, um 11:00 Uhr.

Die Fürther Kirchweih wird nicht zuletzt durch Aktionen der Menschlichkeit zu etwas ganz Besonderem. Udo Schick von den "Kiltrunners" etwa, den man mit seiner Laufgruppe in Schottenröcken von diversen Laufveranstaltungen kennt, sorgt mit seinen jedes Jahr dafür, dass eine Gruppe von Senioren und Rollstuhlfahrern auf die Kärwa kommt. Und die Stadt Fürth selbst hat auch heuer wieder rund 60 Ehrenamtliche, die in verschiedenen Projekten in Fürth aktiv sind, zu einem Kirchweihbesuch eingeladen.

Udo Schick von den "United Kiltrunners"
Ehrenamtlich Aktive auf der Kirchweih