Prima Aussicht: Pressekonferenz zur Michaelis-Kirchweih 2017

Auch in diesem Jahr fand die Pressekonferenz anlässlich der Michaelis-Kirchweih auf der berühmten „Terrazza“, der Dachterrasse der Neuen Mitte statt. Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, Kirchweih-Referent Horst Müller, Schausteller-Verbandschef Helmut Dölle und Hans-Christian Wagner aus dem Kirchweih-Werbeteam luden hierhin ein. Hoch über die Straßen der Fürther Innenstadt, in denen in wenigen Tagen wortwörtlich der Rummel los sein wird. Sie informierten über alte Traditionen, unvermeidliche Neuerungen, die Sicherheit der Besucher und die diesjährigen Highlights.

Friedliches Familienfest mit Tradition

OB Thomas Jung, der in diesem Jahr bereits das Oktoberfest besuchte, hat seine Wahl getroffen. Für die Michaelis-Kirchweih und gegen das Oktoberfest. Die Kirchweih in Fürth findet genau dort statt, wo die Menschen arbeiten und leben. Direkt in der Stadt können auch dieses Jahr die Menschen ein fröhliches und offenes Familienfest erleben. Für OB Jung ist klar: „Die Michaelis-Kirchweih gehört zu Fürth wie der Rathausturm.“ Keiner würde da widersprechen.

Vor allem nicht Wirtschaftsreferent Horst Müller, für den diese Aufgabe laut eigener Aussage der schönste Teilzeitjob ist, den er je hatte. Fürth ist zurecht stolz auf die 900 Jahre alte Tradition der Michaelis-Kirchweih. Trotzdem entwickelt sich alles weiter. „Ständig gibt es neue Herausforderungen. Nichts bleibt, wie es ist“, sagt Müller. Er betonte aber auch, dass die Verantwortlichen in den vergangenen Jahren immer die richtigen Entscheidungen getroffen haben, wenn es darum ging, den einzigartigen Charme der Michaelis-Kirchweih zu erhalten.

Die Michaelis-Kirchweih als Wirtschaftsfaktor

Wirtschaftsreferent Horst Müller betont auch die Bedeutung der Michaelis-Kirchweih als Wirtschaftsfaktor für die Stadt Fürth. Jedes Jahr steigen die Besucherzahlen, obwohl man das nicht gezielt beabsichtigt hat. Für Müller eine „beeindruckende Entwicklung“.

Die Besucher gäben jedes Jahr über 40 Millionen Euro auf der Kirchweih aus, so Müller. Pro Kopf liege die Fürther Kirchweih damit sogar über dem Bundesdurchschnitt der Volksfeste. Das beweise, wie beliebt die Michaelis-Kirchweih sei und dass sie es immer wieder schaffe, die Besucher zu begeistern. Aber auch die ansässigen Einzelhändler und Geschäfte profitierten von dem Werbeeffekt, der an zwei verkaufsoffenen Sonntagen besonders deutlich würde.

Balance zwischen Charme und Sicherheit

Müller bedankt sich auch bei der Polizei, die auch in diesem Jahr "mit Augenmaß und einem gesunden Menschenverstand" ein Sicherheitskonzept erarbeitet habe. Das Konzept vom letzten Jahr sei um einige Punkte erweitert worden, obwohl man ohnehin auch in diesem Jahr eine friedliche Kirchweih erwarte.

So werde das gesamte Festgelände von einer Lautsprecheranlage abgedeckt, die Besucher frühzeitig vor Gefahrensituation warnen und über sichere Fluchtwege informieren könne. Technische Fahrzeugsperren sollen Tragödien wie in Barcelona oder Berlin vermeiden.

Wie bereits in vorherigem Jahr sei es aber unmöglich, die gesamte Kirchweih zu umzäunen. Das würde nicht nur die Anwohner stören, sondern auch den Charme, der durch die Innenstadt entsteht, zerstören. Stattdessen setze man auf zusätzliches Sicherheitspersonal, Taschenkontrollen nach Bedarf und die Überwachung einzelner Zugänge.

Jedes Jahr einen Besuch wert

Die Michaelis-Kirchweih erfreut sich jedes Jahr steigender Beliebtheit, wie die Besucherzahlen zeigen. Auch in diesem Jahr werden über eine Million Besucher erwartet, die sich an zahlreichen Markständen, Buden und Fahrgeschäften erfreuen, während Imbissbetriebe für ihr leibliches Wohl sorgen. Der wortwörtliche Höhepunkt ist der mobile Aussichtsturm „City Skyliner“, der den Besuchern eine Aussicht auf die Stadt Fürth beschert, die sie so noch nie gesehen haben.

Auch die Geisterbahn darf nicht fehlen: Im „Magic House“ können gruselerfahrene Familien sich verzaubern lassen und ein echtes Abenteuer erleben. Mit „Volare“ ist eine erfrischend neue Version des klassischen Kettenkarussells vertreten und wer es etwas verrückter mag, wird sich im „Top Spin 2“ überschlagen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Auch für kleinen Besucher ist in diesem Jahr eine Attraktion dabei: In der „Mäusestadt“ tummeln sich mehrere hundert Mäuse in einer Miniaturstadt und entzücken nicht nur die Kinder, sondern oft auch die Eltern.

Über einige Attraktionen wird unser Redaktionsteam in den kommenden Tagen ausführlicher berichten.