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"Wir haben noch Glück, Kim kann das ganze Jahr über die gleiche Schule besuchen - im Gegensatz zu vielen anderen Schaustellerkindern", erzählt Mutter Silvia, die mit ihrem Mann die mobile Bäckerei gegenüber dem Jüdischen Museum betreibt. "Wir haben, schon als unsere größere Tochter auf die Welt kam, unsere Reiserouten auf die nähere Umgebung beschränkt". Die Lernsituation ist aber auf jeden Fall etwas Besonderes, denn die Ablenkungen während der Kirchweih sind vielfältig und bunt. Kim muss eine Menge Selbstdisziplin haben, und vor allem wird nicht dauernd genascht. Mit ihrer besten Freundin Sandra Steibl im Arm, zieht Silvia ihrer Tochter das frische Kärwa-Küchla glatt wieder vor der Nase weg: "Das ist nicht für dich, das wollen wir verkaufen!" Auch wenn die tägliche Arbeit für alle Beteiligten nicht leicht ist und auch die Jüngste schon mithilft, sind sie doch mit Spaß bei der Sache. Und Kim ist viel zu sehr beschäftigt, um das Lampenfieber wegen so einer Matheprüfung ernsthaft aufkommen zu lassen. |